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Wie ich zum "Systemischen" kam

7. September 2025 durch
Wie ich zum "Systemischen" kam
zusammenbesser.team, Friederike Rose-Simonow
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Wie ich zum Systemischen kam – Ein persönlicher Rückblick

Eigentlich fing alles mit meiner Freundin  Claudia an. Sie begann  ihre systemische Ausbildung und erzählte immer wieder viel davon. Sie sprach über Haltung, über Lösungsorientierung, über Veränderungsneutralität, über Genogrammarbeit und Lebenslinien. Und über die Bedeutung von wirklich gutem Zuhören. Das hat mich richtig neugierig gemacht.

Kurz darauf waren Pia, Guy und ich mit unserer Band am Odenwald-Institut eingeladen. Wir spielten dort  und durften gleichzeitig an einem Workshop teilnehmen. Für ein Wochenende waren wir Teil der Gruppe.

Mich hat es so beeindruckt, wie dort miteinander umgegangen wurde. Es weht irgendwie ein anderer Wind.Die Gespräche waren offen, respektvoll und von echter Neugier geprägt. Niemand musste recht haben, niemand wurde vorschnell bewertet. Diese Atmosphäre hat mich nicht mehr losgelassen.

Ich wusste ziemlich schnell, dass ich mehr wissen, mehr verstehen und lernen wolllte. Kein Plan, eher ein Impuls.  Ich habe mich bald danach für die Ausbildung am Odenwald-Institut angemeldet.

Ein großes Glück waren für mich auch meine Ausbilder Uli Treiber und Josy Fischer-Johannsen. Sie waren – und sind – ein beeindruckendes Tandem. Uli, analytisch, ruhig, strukturiert, mit einem klaren Blick für Zusammenhänge. Und Josy, emotional, sehr klar, mit einer Weisheit und Präsenz, die einen Raum sofort verändern kann. Von beiden habe ich viel gelernt – fachlich und menschlich. Und ich darf es heute immer noch 

 Danach folgte das dritte Jahr zur systemischen Therapeutin am Helm-Stierlin-Institut in Heidelberg.  Später ließ ich mich bei der DGSF zertifizieren.

Heute begleitet mich das Systemische in vielen Bereichen: In meiner Arbeit als Ärztin und Therapeutin, in unserer Praxis, in der Beratung, in der Musik – und im Alltag.

Es ist kein Werkzeugkasten. Es ist vielmehr eine innere Haltung. Fragen statt vorschneller Antworten. Beziehungen statt Diagnosen.Neugier statt Bewertung. Und der Weg hat sich gelohnt.



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